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ÜBER SOZIALKAPITAL


"Das erste und wichtigste Gut, 
das wir aneinander zu vergeben und zu verteilen haben, 
ist Mitgliedschaft in einer menschlichen Gemeinschaft"
Michael Walzer

Sozialkapital ist der soziale Zusammenhalt innerhalb einer Gemeinschaft. Es sind die vertrauensvollen Beziehungen, die die Menschen auf unterschiedlichen Ebenen miteinander haben; es sind die Fähigkeiten zur Selbstorganisation, Gruppenbildung, Bürgerbeteiligung. Es geht also um den "WERT der Beziehungen" (= das soziale Kapital) der verschiedenen Akteure einer Gemeinschaft, die Bereitschaft der Menschen, miteinander zu kooperieren, die Auswirkungen dieser Beziehungen auf unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche und somit um die Kraft der Gemeinschaft. Vom Sozialkapital profitiert die Gemeinschaft als Ganzes und jeder Einzelne für sich.

Laut aktuellen Studien nimmt in den meisten Wohlstandsgesellschaften das Sozialkapital allerdings ab. Als Folge davon breiten sich Vereinsamung, Bindungs- und Orientierungslosigkeit, Gewalt und Krankheit aus und erschweren Erfolge in Kultur, Wirtschaft und Bildung.

Die OECD (Organisation für ökonomische Zusammenarbeit und Entwicklung), der westliche Industrieländer ebenso wie Staaten aus Asien, Osteuropa und Lateinamerika angehören, befasst sich deshalb seit einigen Jahren verstärkt mit der Untersuchung, Entwicklung und Förderung von Sozialkapital und hat das Forschungsprojekt "Measuring Social Capital" ins Leben gerufen. Dafür werden statistische Indikatoren und Fragen für vergleichende Studien erarbeitet. Im Rahmen dieses Projektes hat der OECD-Beauftragte Prof. DI Ernst Gehmacher, gemeinsam mit Dr. Angelika Hagen ein Messverfahren entwickelt,  das eine Analyse des sozialen Beziehungsgefüges von Gemeinschaften sichtbar macht und die Zusammenhänge mit Gesundheit, Bildung und wirtschaftlichen Komponenten aufzeigt. Aus Sozialkapital-Messungen und Studien seit 2006 stehen damit auch Vergleichsdaten von über 20.000 Befragten zur Verfügung.

Fragen und Antworten zum Sozialkapital: